Hier finden Sie die aktuellen Beiträge.


Corona, was ist wichtiger?
Wirtschaft oder Gesundheit


Wirtschaft erhalten oder Leben riskieren

Wie packen wir es an? Augen zu und durch?

In Momenten, die wir als kritisch oder unüberschaubar erleben, kommt es auf unsere Handlungsfähigkeit an.

Beitrag lesen »

Wenn die Einsicht fehlt

Im Umgang mit Mitarbeitern kann auf zwei Arten geschehen. Der eine Weg ist Führung mit einem Regelwerk. Normen, Vorschriften, konkrete Anweisungen sollen Mitarbeiter dazu anrege, nein dazu zwingen, sich an diesen Normen und Regeln zu halten.

Beitrag lesen »


„Siemens Konzern, Nachhaltigkeit“


Telebörse vom 10.01.2020 – 13:15 Uhr
Klimaaktivisten protestieren gegen Kohleprojekt


Telebörse vom 10.01.2020 – 09:40 Uhr
Fridays for Future gegen Siemens

Selbst wenn man nicht an den menschengemachten Klimawandel glaubt, sollte man die Erderwärmung bekämpfen. Unser Gastautor erklärt, warum eine solche „völlig entemotionalisierte Lösung“ auf jeden Fall funktioniert.

Die Diskussion um den Klimawandel ist zu einem Hype verkommen. Ist der Klimawandel menschenverursacht oder nicht? Die wissenschaftlichen Positionen sind klar. Jede Menge Wissenschaftler und wissenschaftliche Institutionen bescheinigen uns, der Klimawandel ist von Menschen verursacht oder zumindest stark beeinflusst.

Auf der anderen Seite gibt es rund 8000 Atmosphärenphysiker, die behaupten, dass ihre Messungen keinen oder zumindest nur einen verschwindend geringen Einfluss der Menschen auf den Klimawandel ergeben. Die eine Gruppe arbeitet mit Hochrechnungen, die andere sammelt die Daten von Messstationen.

Wie soll sich ein Mensch jetzt eine Meinung bilden? Kann er das überhaupt? Ja, das geht. Dazu sollte man sich als Erstes von dem Glauben verabschieden, die eine oder die andere Seite habe recht. Wir wissen es nicht. Selbst wenn wir einer der beiden Meinungen absolut vertrauen und fest davon überzeugt sind, sie habe recht, könnte es doch sein, dass wir uns irren. Hier finden wir die berühmte sokratische Dichotomie in der Unterscheidung von Wahrheit und Gewissheit. Etwas ist nicht automatisch wahr, nur weil wir es für wahr halten. Ein wenig Unaufgeregtheit würde sicher nutzen.

Der zweite Aspekt wäre, einem Aristoteles zu folgen und seinen Vorschlag zur Meinungsbildung mit zu berücksichtigen. Nemo gratis mendax (niemand lügt ohne Grund), hat Aristoteles gesagt. Glaube nur das, was entweder gegen die Ideologie des Informationsgebers spricht oder wenn zwei unterschiedliche Informationsquellen das Gleiche berichten. Fridays for Future ist interessengesteuert. Also darf ich nach Aristoteles nichts davon glauben, einmal abgesehen von der notwendigen fachlichen Kompetenz, die wahrscheinlich bei den Schülern und Schülerinnen nicht vorliegt. Aber sie spielt interessanterweise auch keine Rolle für eine fundierte Meinungsbildung.

Der letzte Aspekt von Aristoteles war, dass wir nur das nur das glauben dürfen, was die Vertreter und die Gegner des menschengemachten Klimawandels gleichermaßen behaupten. Das Einzige, was beide gleichermaßen behaupten, ist: Der Klimawandel findet statt. Das hilft uns aber überhaupt nicht weiter. Mit Goethe könnten wir sagen: „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“

Klimaschutz schadet auf keinen Fall

Aber wir bekommen noch eine Chance aus der Alternativforschung. Immer wenn ich zwei Möglichkeiten habe, sollte ich die Alternative nehmen, die ein paar wichtige Kriterien erfüllt. Eines der wichtigsten Kriterien ist: Wähle die Alternative, die bei unerwarteten Folgen am leichtesten rückgängig gemacht werden kann.

Gerade der Punkt macht deutlich, warum das Denken in Alternativen so wichtig ist. Was nützt eine Entscheidung, die bei Misserfolg nicht mehr rückgängig gemacht werden kann? Da wäre es doch besser, ich hätte eine Alternative gesucht, die dasselbe Ziel erreichen kann, jedoch im Misserfolg wieder korrigiert werden kann.

Das wäre eine völlig entemotionalisierte Lösung bei der Klimafrage. Da wir nicht wirklich wissen, wer den Klimawandel verursacht, müssen wir Klimaschutz betreiben – völlig gleichgültig, ob wir der einen oder anderen Seite glauben. Denn wenn der Klimawandel nicht menschenverursacht ist (sollte sich das je herausstellen), war es nicht schlimm, die Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen.

Sollte es jedoch so sein, dass der Klimawandel tatsächlich vom Menschen herbeigeführt wurde, dann wäre es sträflicher Leichtsinn, nichts zu unternehmen. Denn das Nichtstun hat Folgen, die dann später nicht mehr korrigiert werden können.

Es spielt letztlich keine Rolle, ob wir Befürworter oder Gegner des menschengemachten Klimawandels sind. Wenn wir nichts tun, haben wir die Arschkarte gezogen, falls sich herausstellen sollte, der Klimawandel ist menschenverursacht.

Ulf Posé ist Vorsitzender des Ethikbeirats der Unternehmen im Senat der Wirtschaft. Dieser Ältestenrat setzt sich für die Förderung einer ökologischen und sozialen Marktwirtschaft ein.

Papa, sind wir in unserem Lande noch gerecht?

Max kam heute etwas früher als sein Bruder aus der Schule.

„Es gibt erst um 14.00 Uhr etwas zu essen. Der Consti kommt erst gegen zwei Uhr“, begrüßte ihn Mama.

Beitrag lesen »